Der Exorzist: Sonderausgabe

Gruseliger, zerebraler Schreckgespenst sah noch nie besser aus

Was ist, wenn das Monster nicht draußen im Wald ist? Was, wenn er nicht im Keller ist? Was, wenn Sie nicht die Tür öffnen oder ans Telefon gehen müssen, um das Monster hereinzulassen? Was, wenn er keinen Ton von sich gibt, unsichtbar ist, nicht gefühlt werden kann? Was, wenn er dich plötzlich hat, während du in deinem Bett liegst?

Das ist der Gedanke, der macht Der Exorzist so ein gruseliger, gruseliger film. Viele Monsterfilme handeln von einer Bedrohung, vor der man davonläuft, die man überlisten muss; dieser übernimmt einfach, bevor irgendjemand weiß, was passiert.

Der Film

1973 erschienen, Der Exorzist ist die Geschichte eines 12-jährigen Mädchens, das von einem Dämon besessen ist, und den Bemühungen ihrer Mutter, eines Psychiaters/Priesters und schließlich eines „Exorzisten“, den Dämon aus ihrem Körper zu entfernen. Es ist ein so verblüffender, zum Nachdenken anregender Film und Gegenstand so vieler verschiedener Interpretationen, dass er bei seiner Veröffentlichung eine Sensation war und bis heute in Großbritannien verboten ist. Alle Darbietungen sind sehr gut, aber die 12-jährige Linda Blair ist erstaunlich als Regan, das besessene Kind. Ihre Gesichtsverzerrungen und Körperbewegungen sind so erschreckend böse und jenseits der vorstellbaren Erfahrung einer 12-Jährigen, dass man wirklich glaubt, sie sei zur Marionette einer anderen Intelligenz geworden.



Das Video

Warner Brothers Der Exorzist: Sonderausgabe DVD ist eine hervorragende Präsentation des Films. Es stellt die Farbe und das dynamische Gefühl zwischen hell erleuchteten und bedrohlich dunklen Szenen im Film wieder her, die in den alten Kopien, die wir alle im Fernsehen, Kabel und VHS gesehen haben, verloren gegangen waren. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Film gesehen habe, aber das war das erste Mal, dass er nicht grau, ausgewaschen oder zu dunkel aussah.

Es wird im anamorphotischen Breitbildformat im 1,85:1-Format präsentiert, und abgesehen von sehr wenigen kleinen Kratzern auf dem Film sieht es fantastisch aus. Verständlicherweise ist die Bildqualität der mitgelieferten Kinotrailer und insbesondere der TV-Spots nicht so gut – der Film weist viel mehr Körnung und Mängel auf. Aber wen interessiert es? Dass sie überhaupt aufgenommen wurden, ist cool genug.
9 von 10

Das Audio

Die Audiomischung in Dolby 5.1 ist sehr gut. Dies ist ein Film mit vielen ruhigen Szenen und vielen sehr lauten, und die Balance zwischen den beiden ist genau richtig. Es gibt auch viel Umgebungsmusik und Geräusche, und es wird genau auf dem richtigen Niveau gehalten. Die Szene, in der Pater Karras auf einem Tonband den vielen Stimmen zuhört, die aus Regan kommen, klingt beängstigender als je zuvor.
9 von 10

Die Extras

Ich würde diese DVD nur aufgrund der Stärke von Film, Video und Audio empfehlen, aber ihre Ergänzungen übertreiben es. Die Extras auf Seite 2 der Disc sind ausgezeichnet: Wie bereits erwähnt, sind alle Kinotrailer und Fernsehpromos für den Film enthalten. Es gibt zwei Audiokommentare in Spielfilmlänge, einen von Regisseur William Friedkin und einen von Drehbuchautor (und Autor des Romans) William Peter Blatty.

Interviews mit allen Hauptdarstellern sind ebenso enthalten wie gelöschte Szenen (einschließlich einer, in der Regan kopfüber auf ihren Händen die Stufen hinuntergeht), Storyboards und das ursprüngliche (und klug geschnittene) Ende des Films. Besonders amüsant ist die Einbeziehung mehrerer Ausnahmen aus einem gemeinsamen Interview mit Friedkin und Blatty, die sich bis heute über das Weglassen bestimmter Szenen und das Ende des Films nicht einig sind. Zu sehen, wie sie über die Botschaft des Films streiten und wie sie hätte vermittelt werden sollen, während sie versuchen, höflich zu bleiben (es sind immerhin 25 Jahre vergangen), ist ziemlich lustig.

Das Beste von allem ist eine 75-minütige Dokumentation, Die Furcht vor Gott: Die Entstehung des Exorzisten das erklärt alle Aspekte der Produktion des Films, einschließlich, wie dieses kleine Mädchen in der Lage war, 20 Fuß Erbsensuppe zu spucken. (Wie sich herausstellt, wurde dieser Film von wahren Ereignissen inspiriert, die sich 1949 in Silver Spring, Maryland, zugetragen haben.)
10 von 10

-- Alex Castle kann Erbsensuppe 9 oder 10 Fuß speien ... aber wer zählt?