Django Unchained-Rezension

Blutiger Valentinstag zu Spaghetti-Western.

 Django Unchained Bewertungsbild Drehbuchautor und Regisseur Quentin Tarantino hat mit ihm einen der besten Filme des Jahres 2012 gedreht Django Unchained , ein seltsamer, wilder und gewalttätiger Publikumsliebling, der als rauer Gruß an den Spaghetti-Western dient.

Die Geschichte spielt im Antebellum South und folgt einem Sklaven namens Django (Jamie Foxx), der unter die Fittiche von Dr. King Schultz (Christoph Waltz) genommen wird, einem deutschen Kopfgeldjäger, um die bösartigen Brittle-Brüder zu schnappen. Django kann diese Outlaws für Schultz identifizieren und bald werden die beiden Partner bei der Kopfgeldjagd. Django und Schultz machen sich dann auf den Weg, um Djangos Frau Broomhilda (Kerry Washington) aus der berüchtigten Plantage Candyland zu retten, die von dem urbanen, aber böswilligen Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) betrieben wird. Es entsteht ein blutiges Chaos.



Die episodische Handlung spielt direkt auf die epische Suche des germanischen Helden Siegfried zur Rettung von Brünnhilde an, eine Saga, die Schultz an einer Stelle mit Django in Verbindung bringt. Und wie in jedem guten Mythos begegnet unser Held in Django Unchained unterwegs zahlreichen seltsamen und gewalttätigen Wesen, Charakteren, die von Tarantinos neuestem eklektischem Ensemble zum Leben erweckt wurden. Don Johnson spielt Big Daddy, einen Plantagenbesitzer, der sich wie Boss Hogg kleidet und wie ein Finsterer wirkt Burl Ives. Jonah Hill und der erste Django der Leinwand, Franco Nero, machen Gastauftritte. Zur Besetzung gehören auch Walton Goggins, James Remar, Michael Parks, Amber Tamblyn, Robert Carradine, Zoe Bell, Tom Savini, Bruce Dern, Tom Wopat, Lee Horsely und Dennis Christopher.

Die wahren Herausragenden in der Besetzung sind Waltz, DiCaprio und Samuel L. Jackson, der Candies treuen, alten Haussklaven Stephen spielt. Dieser Charakter soll, wie Tarantino erklärt hat, einige der am meisten gehassten afroamerikanischen Stereotypen verkörpern und gleichzeitig selbst als gerissener Bösewicht dienen. Jackson versenkt sich wirklich in ihn und hat eine großartige Chemie mit DiCaprio, dessen Charakter er im Wesentlichen erhöht hat. DiCaprio genießt auch eindeutig seine überlebensgroße Rolle, in der er Candie als einen dandyhaften Bastard spielt. Foxx ist solide wie Django und legt seine Filmstar-Persönlichkeit ab, wie er es auch in Ali und Collateral getan hat. Er ist hart, aber dennoch verletzlich.

Wie bei jeder Tarantino-Produktion sind es jedoch seine Worte, die hier die wahren Stars sind. Es gibt viele sofort zitierfähige Zeilen und lustige Stellen. Django Unchained ist als Publikumsmagnet konzipiert und hält dieses Versprechen mit Sicherheit ein, indem es viele Momente übertriebener Revolverhelden-Gewalt und -Humor bietet. Eines der auffälligsten Dinge an der Geschichte ist jedoch, wie gut Tarantino den Ton ausbalanciert und zwischen absurder Komödie und brutalen Szenen aus dem Leben der Sklaven im Süden der Vorkriegszeit schwankt. Der beiläufige und unaufhörliche Rassismus, der gezeigt wird, ist schockierend, aber leider zutreffend für die dargestellte Ära.



Tarantino verwendet coole, aber anachronistische Songs für den Soundtrack des Films, der eher die unteren Stufen der Spaghetti-Western feiert als die gefeierteren. Es ist mehr Sergio Corbucci als Sergio Leone. In vielerlei Hinsicht fühlt sich Django Unchained wie ein Film an, der 1970 gedreht wurde, zu einem Kultklassiker wurde, aber jetzt in einer 5-Dollar-DVD-Tonne zu finden ist (das ist kein Klopfen).

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt an dem Film ist seine Länge. Es dauert 160 Minuten, zieht sich aber gegen Ende des zweiten Akts etwas hin, besonders nach einer Schießerei, die der Höhepunkt eines jeden anderen Westerns gewesen wäre. Es ist auch während dieser kleinen Pause, dass Tarantino einen ablenkenden und selbstgefälligen Cameo macht. Abgesehen von diesen Kritikpunkten macht Django Unchained aber verdammt viel Spaß und ist definitiv ein Muss im Theater.

Urteil

Quentin Tarantino scheut sich nicht vor den Schrecken der Sklaverei in Django Unchained, auch wenn er in diesem rauen Gruß an den Spaghetti-Western einen seltsamen, wilden und blutig gewalttätigen Publikumsliebling liefert.